Leistungen

Die Gastroenterologie ist Teilgebiet der Inneren Medizin. Sie befasst sich mit Diagnostik, Therapie und Vorbeugung (Prävention) von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sowie der mit diesem Trakt verbundenen Organen (Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse).

Wichtige gastroenterologische Erkrankungen sind beispielsweise das Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür, Tumoren des Verdauungstraktes (z.B. Kolonkarzinom), Lebererkrankungen wie Leberzirrhose und Hepatitis, Darmerkrankungen wie Zöliakie oder die entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Eine große Gruppe von Erkrankungen umfasst die sogenannten Funktionsstörungen (funktionelle Dyspepsie, Reizdarmsyndrom).

Magenspiegelung

Ösophago-Gastro-Duodenoskopie oder Gastroskopie

Die Gastroskopie ist die endoskopische Darstellung des oberen Verdauungstrakts. Dabei wird ein biegsames Endoskop (Gastroskop) über Ihren Mund oder Ihre Nase in Ihre Speiseröhre (Ösophagus), Ihren Magen (Gaster) und Ihren Zwölffingerdarm (Duodenum) eingeführt. Das Gastroskop enthält eine kleine Kamera, mit der sich Veränderungen im oberen Verdauungstrakt auf einem Monitor sichtbar machen lassen. So können beispielsweise akute und chronische Erkrankungen wie eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder eine Entzündung des Zwölffingerdarms (Duodenitis), ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi) oder ein Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) sowie Tumoren diagnostiziert werden.

Mithilfe kleiner Miniaturzangen am Endoskop können wir im Rahmen der Magenspiegelung Gewebeproben (Biopsien) aus Ihrem Magen und Zwölffingerdarm entnehmen, um sie anschließend feingeweblich und/oder auf das Bakterium Helicobacter pylori untersuchen zu lassen. Außerdem sind kleine therapeutische Eingriffe während der Magenspiegelung möglich, zum Beispiel die Entfernung von Polypen (Polypektomie), ggf. mit großflächiger Schleimhautabtragung (Mukosektomie), oder eine Blutstillung z.B. mittels Gefäßverödung, Metallclips oder Gerinnungsverfahren (sog. APC-/Laser-Koagulation).

Wir führen Magenspiegelungen in der Regel morgens durch. Bitte erscheinen Sie nüchtern zur Untersuchung. Vorab klären wir Sie ausführlich über den Ablauf und mögliche Komplikationen der Gastroskopie auf. Da das Einführen des Endoskops etwas unangenehm sein kann, wird Ihr Rachen mit einem Spray örtlich betäubt. Auf Wunsch können Sie auch eine Sedierung erhalten.

Darmspiegelung

Ileocoloskopie oder Coloskopie

Die Coloskopie ist die endoskopische Darstellung des unteren Verdauungstrakts. Dabei wird ein biegsames Endoskop (Coloskop) vom After aus in Ihren Dickdarm (Colon) eingeführt und bis in den untersten Teil des Dünndarms (terminales Ileum) vorgeschoben. Das Coloskop enthält eine kleine Kamera, mit der sich Veränderungen in Ihrem Darm auf einem Monitor sichtbar machen lassen. So können mittels Darmspiegelung akute und chronische Erkrankungen des unteren Verdauungstrakts wie Darmentzündungen und chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), gutartige Wucherungen (Polypen), Ausstülpungen (Divertikel) oder Tumoren des Darms diagnostiziert werden. Als Krebsvorsorge (Früherkennung von Darmkrebs) wird die Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr empfohlen.

Mithilfe kleiner Miniaturzangen am Endoskop können wir im Rahmen der Darmspiegelung Gewebeproben (Biopsien) aus Ihrem Darm entnehmen, um sie anschließend feingeweblich untersuchen zu lassen. Außerdem sind kleine therapeutische Eingriffe während der Darmspiegelung möglich, zum Beispiel die Entfernung von Darmpolypen (Polypektomie), ggf. mit großflächiger Schleimhautabtragung (Mukosektomie), oder eine Blutstillung z.B. mittels Gefäßverödung, Metallclips oder Gerinnungsverfahren (sog. APC-/Laser-Koagulation).

Einige Tage vor der Untersuchung klären wir Sie ausführlich über die Vorbereitung, den Ablauf und mögliche Komplikationen der Darmspiegelung auf. Vor der Darmspiegelung muss Ihr Darm gründlich gereinigt werden; die Untersuchung erfolgt daher nach einem Vorbereitungstag. An diesem Tag dürfen Sie nur ein leichtes Frühstück zu sich nehmen und anschließend nichts mehr essen. Sie müssen ein Abführmittel einnehmen und ausreichend Flüssigkeit (z.B. Mineralwasser, Tee) trinken, um den Darm zu reinigen. Am Untersuchungsmorgen dürfen Sie nur trinken und müssen drei Stunden vor der Untersuchung erneut ein Abführmittel einnehmen.

Da die Untersuchung etwas unangenehm sein kann, erhalten Sie auf Wunsch eine Sedierung.

Sedierung

Die endoskopischen Untersuchungen, wie die Magenspiegelung oder die Darmspiegelung, können etwas unangenehm sein, daher erhalten Sie auf Wunsch eine Sedierung. Bei einer Sedierung handelt es sich um eine Kurznarkose, ähnlich einem tiefen Schlaf. Wir verwenden für diese „Schlafspritze“ den Wirkstoff Propofol, den wir Ihnen über eine Verweilkanüle in eine Vene, meist am Unterarm, verabreichen. Während der Sedierung überwachen wir Ihre Herz-, Kreislauf- und Atemfunktionen. Nach der Untersuchung wachen Sie rasch wieder auf und fühlen sich in der Regel nach kurzem Ausruhen in unserer Praxis wieder fit. Dennoch dürfen Sie aus rechtlichen Gründen nach einer Sedierung am Untersuchungstag nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, keine schwierigen Maschinen bedienen und keine wichtigen und rechtlich bindenden Entscheidungen treffen. Wir empfehlen Ihnen, sich nach der Untersuchung von einer Person Ihres Vertrauens abholen und nach Hause begleiten zu lassen.

Analkanalspiegelung/Enddarmspiegelung

Proktoskopie

Die Proktoskopie ist die endoskopische Darstellung des Analkanals und des Enddarms. Dabei wird ein starres Untersuchungsgerät, das Proktoskop, in Ihren After eingeführt und in Ihren Analkanal (Afterkanal) bis etwa in die letzten zehn Zentimeter Ihres Enddarms vorgeschoben. Hiermit lässt sich die Schleimhaut des Analkanals bzw. Enddarms direkt betrachten.

Wir führen die Proktoskopie vor allem zur Diagnose von Hämorrhoiden durch. Außerdem können wir im Rahmen der Proktoskopie leichtgradige Hämorrhoiden behandeln. Auch zum Nachweis von Analfissuren (Schleimhautrissen), Analfisteln (eitrigen Gangsystemen), Analabszessen (Eiteransammlungen) oder eines Analprolaps (Schleimhautvorfalls) eignet sich die Proktoskopie.

Für die Vorbereitung ist lediglich ein Einlauf notwendig, es muss keine vollständige Darmreinigung erfolgen. Da die Proktoskopie etwas unangenehm sein kann, erhalten Sie auf Wunsch eine Sedierung.

Kapselendoskopie

Die Kapselendoskopie, auch Video-Kapselendoskopie genannt, ist eine spezielle Form der Endoskopie. Sie erfolgt im Gegensatz zu einer konventionellen Magenspiegelung oder Darmspiegelung nicht mit einem schlauchförmigen Endoskop, sondern mittels einer ca. 26 x 11 mm großen Kapsel, die mit Batterien, einem Sender, einer Lichtquelle sowie einer winzigen Videokamera ausgestattet ist. Am Morgen der Untersuchung schlucken Sie diese Videokapsel mit etwas Wasser in unserer Praxis. Die Kapsel wandert dann durch Ihren gesamten Verdauungstrakt: die Speiseröhre, den Magen, den Dünndarm und den Dickdarm, bis sie auf natürlichem Weg mit dem Stuhl wieder ausgeschieden wird. Die Kapsel wird nicht wiederverwendet und muss nicht aufbewahrt werden.

Während der Passage durch Ihren Verdauungstrakt nimmt die Kapsel über sechs bis zwölf Stunden jeweils zwei Bilder pro Sekunde auf. Diese werden von einem Aufnahmegerät, das Sie außen am Körper tragen, gesendet und gespeichert. Während der Untersuchung können Sie Ihren alltäglichen Verrichtungen nachgehen. Abends legen Sie das Aufnahmegerät wieder ab und bringen es uns am nächsten Morgen zurück. Wir schließen es an einen Computer an und werten die Videobilder aus Ihrem Verdauungstrakt aus.

Die Kapselendoskopie ist besonders gut geeignet, um Veränderungen oder Blutungen in den Abschnitten des Dünndarms, die durch die konventionelle Magenspiegelung und Darmspiegelung nicht erreichbar sind, zu entdecken. Es können jedoch nur Patienten mit der Kapsel untersucht werden, bei denen keine Engstellen im Darm (Stenosen) zu erwarten sind.

Für die Kapselendoskopie ist, wie bei der Darmspiegelung, ein Vorbereitungstag notwendig, um Ihren Verdauungstrakt gründlich zu reinigen. An diesem Tag dürfen Sie nur ein leichtes Frühstück zu sich nehmen und anschließend nichts mehr essen. Sie müssen ein Abführmittel einnehmen und ausreichend Flüssigkeit (z.B. Mineralwasser, Tee) trinken. Am Untersuchungsmorgen dürfen Sie nur trinken. Bevor Sie die Videokapsel in unserer Praxis schlucken, nehmen Sie ein Mittel ein, welches Ihre Magen-Darm-Tätigkeit anregt. Danach werden Sie mit dem Aufnahmegerät ausgestattet und schlucken anschließend die Kapsel.

H2-Atemtests

H2-Atemtests sind geeignet zur Diagnose von Kohlenhydrat-Unverträglichkeiten. Wenn Sie unter Durchfällen, Blähungen, Übelkeit oder anderen uncharakteristischen Verdauungsbeschwerden leiden, könnte eine solche Unverträglichkeit oder eine bakterielle Fehlbesiedelung des Darms bei Ihnen vorliegen. Für den Atemtest trinken Sie in unserer Praxis eine bestimmte Zuckerlösung. Anschließend müssen Sie in festen Abständen (alle 15 Minuten) in ein kleines Gerät pusten, welches die Konzentration an molekularem Wasserstoff (H2) in Ihrer Atemluft misst. Für die Untersuchung sollten Sie etwa drei Stunden einplanen. Bitte beachten Sie, dass Sie zwölf Stunden vor dem Atemtest nichts mehr essen und zehn Stunden vor dem Atemtest nicht mehr rauchen dürfen. Am Morgen der Untersuchung müssen Sie nüchtern sein – Sie dürfen also weder gegessen noch getrunken haben. Wir führen in unserer Praxis die folgenden H2-Atemtests durch:

H2-Atemtest mit Laktose:

Der H2-Atemtest mit Laktose (Milchzucker) dient dem Nachweis einer Milchzucker-Unverträglichkeit (Laktoseintoleranz). Für die Untersuchung trinken Sie 200 ml einer Zuckerlösung, die 75 g Laktose enthält. Im Falle einer Milchzucker-Unverträglichkeit kann Ihr Dünndarm den Milchzucker nicht ausreichend spalten und deshalb nicht aufnehmen. Der ungespaltene Milchzucker gelangt in Ihren Dickdarm und wird dort von Darmbakterien zersetzt. Bei dieser bakteriellen Zersetzung entsteht molekularer Wasserstoff (H2), welcher in Ihrer Ausatemluft gemessen wird. Parallel dazu verspüren Sie möglicherweise die für eine Laktoseintoleranz typischen Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Diese Symptome können auch noch später auftreten, wenn Sie wieder zu Hause sind.

H2-Atemtest mit Fruktose:

Der Fruktose-H2-Atemtest wird beim Verdacht auf eine Unverträglichkeit von Fruchtzucker (Fruktose) durchgeführt. Der Test läuft genauso ab wie der Laktose-H2-Atemtest, nur dass Sie statt Milchzucker eine Lösung mit 25 g Fruktose trinken. Falls Sie unter einer Fruktose-Unverträglichkeit leiden, steigen Ihre H2-Messwerte nach einiger Zeit an. Bitte informieren Sie uns, wenn Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Durchfall bei Ihnen auftreten.

H2-Atemtest mit Glukose:

Der Glukose-H2-Atemtest erfolgt beim Verdacht auf eine bakterielle Überwucherung des Dünndarms. Hierfür trinken Sie 200 ml einer Zuckerlösung, die 80 g Glukose (Traubenzucker) enthält. Normalerweise kann der Dünndarm auch größere Mengen Glukose aufnehmen. Ist Ihr Dünndarm übermäßig von Bakterien aus dem Dickdarm besiedelt, zersetzen diese die Glukose in molekularen Wasserstoff (H2), welcher in Ihrer Ausatemluft gemessen wird. Bitte informieren Sie uns, wenn Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Durchfall bei Ihnen auftreten.

Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes und der Schilddrüse

Abdominelle Sonographie und Schilddrüsensonographie

Ein etabliertes diagnostisches Verfahren in der Gastroenterologie ist die Sonographie. Dabei lassen sich sämtliche Organe des Bauchraums mittels Ultraschall bildlich darstellen. Ebenso kann die Schilddrüse mit Ultraschall untersucht werden. Die Sonographie lässt sich einfach durchführen, ist schmerzlos und birgt keine Risiken.

Für die Untersuchung liegen Sie meist auf dem Rücken auf einer Liege. Zur besseren Darstellung tragen wir etwas Gel auf die Haut an den Körperstellen auf, die untersucht werden sollen. Anschließend führen wir den Schallkopf über die zu untersuchende Region. Auf einem Monitor werden die Bilder aus Ihrem Körperinnern sichtbar gemacht. Normalerweise sind keine besonderen Vorkehrungen vor einer Ultraschalluntersuchung nötig. Unsere Praxis wird Sie informieren, falls Sie für die Sonographie des Bauchraums nüchtern sein müssen.

Eine spezielle Ultraschalluntersuchung ist die Doppler-/Duplexsonographie. Sie gibt Aufschluss über die Fließgeschwindigkeit des Blutes in den Blutgefäßen. Mögliche Gefäßverengungen (Stenosen) und Störungen der Organdurchblutung lassen sich so diagnostizieren.

Kontrastmittelsonographie

Die Kontrastmittelsonographie ist ein modernes Ultraschallverfahren, mit dem sich Organveränderungen noch präziser darstellen lassen. Für die Untersuchung wird Ihnen eine kontrastmittelhaltige Lösung über eine Verweilkanüle in eine Vene – in der Ellenbeuge oder am Handrücken – gespritzt. Dieses Kontrastmittel verteilt sich in Ihrer Blutbahn und gelangt in die Blutgefäße des zu untersuchenden Organs (z.B. in Ihre Leber). Auf dem Ultraschallmonitor können wir mögliche Organveränderungen, wie einen Tumor in der Leber, noch genauer beurteilen. Die Untersuchung selbst läuft genauso ab wie eine konventionelle Ultraschalluntersuchung.

Das Kontrastmittel besteht aus mikroskopisch kleinen Gasbläschen (Schwefelhexafluorid-Gas), welche für den Körper unschädlich sind und vollständig über die Lungen wieder abgeatmet werden. Normalerweise wird das Kontrastmittel gut vertragen; falls bei früheren Untersuchungen eine Kontrastmittel-Unverträglichkeit bei Ihnen aufgetreten ist, informieren Sie uns bitte vor der Untersuchung.

EKG und Belastungs-EKG

Ergometrie

– Bitte beachten Sie: Diese Leistung dürfen wir in unserer Praxis nur Selbstzahlern und Patienten privater Krankenversicherungen anbieten –

Mit einer Elektrokardiographie (EKG) werden die elektrischen Herzströme abgeleitet. Wenn Ihr Herz schlägt, hat die Spannung Ihres Herzmuskels eine bestimmte Ausrichtung und Stärke. Mithilfe eines Messgeräts lässt sich diese Spannung messen und grafisch als Kurve (Elektrokardiogramm) sichtbar machen. Die Untersuchung wird in der Regel auf dem Rücken liegend oder in halb sitzender Position durchgeführt. Über je eine Elektrode an jedem Arm und Bein und sechs weiteren Elektroden auf der Brust messen wir die elektrischen Aktivitäten Ihres Herzens. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert in der Regel nur ein paar Minuten. Ein EKG ist vor allem beim Verdacht auf eine Herzerkrankung sinnvoll. So zeigen zum Beispiel Herzrhythmusstörungen, Herzentzündungen, eine Angina Pectoris (Herzenge) oder ein Herzinfarkt typische Veränderungen im EKG. Wir wenden die Elektrokardiographie außerdem zur Kontrolle bei Koronarer Herzkrankheit (KHK) und im Rahmen eines Check-Ups an.

In besonderen Fällen führen wir ein Belastungs-EKG (Ergometrie) durch. Dabei wird das Elektrokardiogramm abgeleitet, während Sie sich körperlich auf einem Fahrrad-Ergometer belasten. Abhängig von Ihrem Alter und Gesundheitszustand steigern wir Ihre Belastung langsam und schauen, wie sich Ihre Herzaktivität verändert. Außerdem messen wir Ihren Blutdruck und Puls während des EKG. Mit einem Belastungs-EKG lassen sich Veränderungen der Herzströme ermitteln, die nur bei Belastung auftreten, und unter Ruhebedingungen möglicherweise nichtvorkommen. Auch eignet sich die Ergometrie, um zu sehen, wie belastbar Ihr Herz nach einer Erkrankung ist, zum Beispiel nach einem Herzinfarkt. Ein Belastungs-EKG kann aber auch sinnvoll sein, wenn Sie keine Vorerkrankungen haben, um Ihre sportliche Belastbarkeit und Kondition zu beurteilen, zum Beispiel vor Aufnahme einer sportlichen Aktivität, wie einem Marathon.

Langzeit-EKG

– Bitte beachten Sie: Diese Leistung dürfen wir in unserer Praxis nur Selbstzahlern und Patienten privater Krankenversicherungen anbieten –

Ein Langzeit-EKG ist eine spezielle Form der Elektrokardiographie (EKG), bei der Ihre elektrischen Herzströme über einen längeren Zeitraum abgeleitet werden. Hierzu tragen Sie ein kleines Batterie betriebenes EKG-Messgerät über 24 bis 48 Stunden in einem Brustbeutel um den Hals. Sie erhalten dieses Gerät in unserer Praxis. Außerdem kleben wir kleine Elektroden auf Ihren Brustkorb und schließen sie mit Kabeln an das EKG-Gerät an. Das Langzeit-EKG zeichnet Ihre Herzströme während Ihres normalen Tagesablaufs sowie während des Schlafs auf.

Ein Langzeit-EKG ist immer dann sinnvoll, wenn wir vermuten, dass die Veränderungen am Herzen (z.B. Herzrhythmusstörungen) nur zeitweise oder in bestimmten Situationen auftreten und deshalb durch ein herkömmliches Elektrokardiogramm unentdeckt bleiben. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie unter unklaren Ohnmachtsanfällen, Schwindel oder Kollapsneigung leiden.

Langzeit-Blutdruckmessung

– Bitte beachten Sie: Diese Leistung dürfen wir in unserer Praxis nur Selbstzahlern und Patienten privater Krankenversicherungen anbieten –

Bei der Langzeit-Blutdruckmessung wird Ihr Blutdruck über einen Zeitraum von 24 Stunden gemessen. Die 24-Stunden-Blutdruckmessung ermöglicht es, Blutdruckschwankungen – also zu hohe Blutdruckwerte oder zu niedrige Blutdruckwerte – im Tagesverlauf zu erkennen. Für die Langzeit-Blutdruckmessung legen wir Ihnen in unserer Praxis eine Blutdruckmanschette um Ihren Oberarm und Sie erhalten ein kleines tragbares Gerät zum Umhängen, welches die gemessenen Blutdruckwerte aufzeichnet. Zur Messung bläst sich die Manschette tagsüber alle 15 Minuten und nachts alle 30 Minuten automatisch auf. Dies führt zu einem Druckgefühl am Oberarm, was möglicherweise etwas unangenehm und störend sein kann.

Gehen Sie während der Blutdruckmessung Ihren ganz normalen alltäglichen Verrichtungen nach, denn so können wir Ihren Blutdruck unter Ihren Alltagsbedingungen beurteilen. Sie erhalten von uns ein Protokoll, in dem Sie notieren, was Sie jeweils gerade machen. Auf diese Weise können wir später eventuelle Blutdruckschwankungen mit Ihren Tätigkeiten in Verbindung bringen. Dokumentieren Sie außerdem, wenn Sie etwas Ungewöhnliches bemerken, zum Beispiel wenn Ihnen schwindelig wird oder Sie Kopfschmerzen haben.

Am nächsten Tag bringen Sie uns das Messgerät und Ihre Aufzeichnungen zurück und wir werten die Ergebnisse aus.

Herzultraschall

Echokardiographie

– Bitte beachten Sie: Diese Leistung dürfen wir in unserer Praxis nur Selbstzahlern und Patienten privater Krankenversicherungen anbieten –

Die Echokardiographie ist die Darstellung des Herzens mit Ultraschall. Mit dieser Untersuchung können wir die Pumpfunktion Ihres Herzmuskels und die Funktion Ihrer Herzklappen beurteilen. Die Ultraschalluntersuchung des Herzens kann ohne großen Aufwand durchgeführt werden und ist für Sie schmerzfrei und risikolos. Während des Herzultraschalls liegen Sie, etwas zur linken Seite gedreht, auf einer Untersuchungsliege. Ihren linken Arm nehmen Sie hinter den Kopf.

Wir tragen zunächst etwas Gel auf Ihren Brustkorb auf und setzen anschließend den Ultraschallkopf auf Ihre Brustwand (transthorakale Echokardiographie). Auf einem Monitor können wir im Ultraschallbild Ihr Herz beurteilen, unter anderem die Größe Ihrer Herzvorhöfe und Herzkammern, und ob Ihre Herzklappen richtig öffnen und schließen. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel Herzklappenfehler oder eine Herzinsuffizienz erkennen.

Gefäßultraschall

Doppler/Duplexsonographie von Arterien und Venen

– Bitte beachten Sie: Diese Leistung dürfen wir in unserer Praxis nur Selbstzahlern und Patienten privater Krankenversicherungen anbieten –

Die Doppler- und Duplexsonographie sind spezielle Ultraschallverfahren, mit denen sich die Blutgefäße untersuchen lassen. Der Gefäßultraschall kann ohne großen Aufwand durchgeführt werden und ist für Sie schmerzfrei und risikolos. Wie bei einer konventionellen Ultraschalluntersuchung, tragen wir zunächst etwas Gel auf die Haut an den Körperstellen auf, die untersucht werden sollen. Anschließend führen wir den Ultraschallkopf über die zu untersuchende Region, zum Beispiel über Ihren Hals zur Untersuchung der Halsarterien.

Auf einem Monitor können wir im Ultraschallbild Ihre Blutgefäße beurteilen, zum Beispiel die Geschwindigkeit des Blutflusses innerhalb Ihrer Blutgefäße, den Verlauf Ihrer Blutgefäße, den Gefäßdurchmesser, die Dicke und Beschaffenheit der Gefäßinnenschicht und die Richtung des Blutflusses. Dies wird beim Gefäßultraschall mittels akustischer oder farblicher Signale (sog. farbkodierte Doppler-/Duplexsonographie) dargestellt.

Die Ultraschalluntersuchung der Blutgefäße ist geeignet, um Durchblutungsstörungen und Engstellen (Stenosen) durch arteriosklerotische Ablagerungen (Gefäßverkalkungen) oder Blutgerinnsel (Thrombosen) zu erkennen und deren Ausmaß zu beurteilen. Falls bei Ihnen Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen (z.B. Schlaganfall), wie familiäre Vorbelastung, Rauchen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung oder Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) vorliegen, oder Sie an Symptomen wie Schwindel, Ohrgeräuschen (Tinnitus), Kopfschmerzen oder Gedächtnisstörungen leiden, kann eine Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Halsarterien sinnvoll sein.